Reinigungsmechanismus der Lunge
Markophage mit Staub-Partikeln
Je mehr Partikel die Makrophagen aufgenommen haben, desto langsamer verläuft der Reinigungsprozess. Durch eine Überlastung infolge hoher Staubkonzentrationen kann dieser Prozess vollkommen zum Erliegen kommen, die Staubteilchen verbleiben in der Lunge. Dies wurde in tierexperimentellen Untersuchungen nachgewiesen. Eine ständige Überforderung des Reinigungsmechanismus der Lunge kann zu einem chronisch entzündlichen Prozess und letztendlich zur Entwicklung einer chronischen Bronchitis führen.
Regelrecht toxisch für den Reinigungsmechanismus der Lunge ist der Tabakrauch. Rauchen kann zur Zerstörung der Schleimhäute mit irreversiblem Verlust von Flimmerhärchen und zunächst Hypertrophie und nachfolgendem Verlust der schleimbildenden Drüsenzellen führen. Die schädigende Wirkung des eingeatmeten Staubes wird dadurch vervielfältigt.
Eingeatmete Partikel, die nicht bereits im Mund- und Nasen-Rachenraum abgelagert werden, können mit der Atemluft über Kehlkopf und Luftröhre in die sich verzweigenden Bronchien und Bronchiolen gelangen (s. Abb.). Diese feinen Verästelungen des Atemsystems sind an ihrer Oberfläche unter anderem mit schleim-absondernden Zellen und mit Flimmerzellen ausgekleidet. Die Flimmerhärchen (Zilien) dieser Zellen fördern durch ständige gerichtete Bewegungen die im Bronchialschleim abgelagerten Fremdkörper kontinuierlich in Richtung Schlund, wo sie verschluckt oder abgehustet werden. Dieser Abscheidemechanismus (clearence) sorgt dafür, dass die Teilchen der E-Staubfraktion die tiefer liegenden Lungenbläschen (Alveolen), in denen der Gasaustausch mit dem Blut statt findet, im allgemeinen nicht erreichen. Bei einer Überlastung (overload) dieses Systems können diese Partikel auch den alveolaren Bereich erreichen, genauso wie die feinen Partikel der A-Fraktion. Die Reinigung des Alveolenbereiches der Lunge erfolgt hauptsächlich durch spezialisierte, bewegliche Fresszellen, die so genannten Alveolarmakrophagen. Diese Zellen nehmen die Staubteilchen in sich auf und werden im beladenen Zustand über die Lymphflüssigkeit oder die Blutgefäße aus der Lunge entfernt.
Was ist eine Staublunge?
Staublungen werden auch als Pneumokoniosen (griechisch: pneuma = Luft, konis = Staub) bezeichnet. Es handelt sich um Lungenkrankheiten, die nach Einatmung und Ablagerung von anorganischen Stäuben in den tieferen Atemwegen zu verschiedenartigen Veränderungen des Lungengewebes (reaktiv, mit und ohne Funktionsstörung) gekennzeichnet sind. Staublungenerkrankungen gehören zu den häufigsten gesetzlich anerkannten und entschädigungspflichtigen Berufskrankheiten.
Wie Staub der Lunge zusetzt
Die Lunge ist aufgrund ihres hohen Luftdurchsatzes von etwa 20.000 Litern pro Tag in erheblichem Maße Schadstoffen ausgesetzt, die in der Umwelt, am Arbeitsplatz oder im Wohnbereich vorkommen und als Aerosol Aerosol
Unter Aerosolen versteht man allgemein ein Gemisch (bzw. ein mehrphasiges System) von Gasen (insbesondere Luft) mit unregelmäßig verteilten Feststoff-Teilchen (zum Beispiel Staub, Faserstaub, Rauch) oder mit Flüssigkeits-Anteilen. Stäube sind Gemische aus unregelmäßig verteilten festen Teilchen in Gasen, die durch mechanische Arbeiten oder Aufwirbelung entstehen. Faserstäube sind Gemische aus unregelmäßig verteilten Fasern (organischen oder anorganischen Ursprungs – zum Beispiel Asbest) in Gasen. Rauche sind feinste Gemische aus festen Teilchen in Gasen, die durch thermische Prozesse entstehen (zum Beispiel Schweißrauch oder Metalloxidrauch) oder bei Verbrennungsvorgängen (zum Beispiel Ruß oder Flugasche).
in die Atemluft gelangen. Solche Schadstoffe können organischen Ursprungs sein (z.B. Allergene Allergene
Das sind Stoffe, die vom Immunsystem des Körpers als „fremd" eingestuft und deshalb angegriffen werden, was zu einer übersteigerten Abwehrreaktion (= Allergie mit Überempfindlichkeit des Körpers gegen das jeweilige Allergen) führt.
Man unterscheidet tierische, pflanzliche und chemische Allergene, wobei fast jede Umweltsubstanz eine Allergie auslösen kann. Ein potenzielles Allergen ist eine Substanz, die aufgrund ihrer biochemischen Beschaffenheit häufiger als andere Substanzen eine allergische Reaktion hervorrufen kann.
Eine gesunde Lunge verfügt über mehrere Mechanismen, um eingeatmete Fremdpartikel (zum Beispiel Staubteilchen) wieder los zu werden: Größere Partikel werden bereits in der Nase abgefangen und mit dem Nasensekret entfernt. Kleinere Partikel gelangen in die tieferen Atemwege und werden dann auf Grund eines speziellen Reinigungssystems mit Flimmerhärchen ( Mukoziliäre Clearance) in die größeren Bronchien und die Luftröhre zurücktransportiert und abgehustet.
Partikel mit einem Durchmesser größer als 10 µm (1 Mikrometer entspricht einem tausendstel Millimeter) - der sogenannte Grobstaub - bleibt größtenteils an den Nasenhärchen oder den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums hängen. Kleinere und kleinste Staubpartikel ( Feinstaub Feinstaub
Feinstaub gilt als giftig und kostet nach Schätzungen der EU-Kommission jährlich zahlreichen Europäern das Leben. Mit einer Größe von weniger als 10 µm können Feinstäube in der Luft schweben (sog. Schwebstäube) und vom Menschen eingeatmet werden, so dass die Feinstaubteilchen in die Lunge gelangen und über die Lungenbläschen (Alveolen) in den Körper übergehen können. So stoßen sie u.a. bis in die Leber vor.
, ultrafeine Partikel) können aber über die Luftröhre und die Bronchien bis tief in die Lunge (Lungenbläschen) vordringen. Daher wird der Feinstaub auch als inhalierbarer Feinstaub (Partikel kleiner als 10 µm) bzw. als lungengängiger (alveolengängiger) Feinstaub (Partikel kleiner als 2,5 µm) bezeichnet. Neben dem Durchmesser bestimmt auch die Form der Partikel über ihren Ablagerungsort. Diese physikalischen Eigenschaften der Partikel werden am besten durch den aerodynamischer Durchmesser aerodynamischer Durchmesser
Bei der Ablagerung (Deposition) von Teilchen im menschlichen Atemtrakt ist die Größe der Teilchen Ausschlag gebend. Diese hängt bei kugelförmigen Partikeln vor allem vom Teilchen-Durchmesser ab. Dagegen ist bei faserförmigen Partikeln (wie zum Beispiel Asbestfasern) die Länge der Teilchen entscheidender. Bei der Berechnung des „aerodynamischen Durchmessers“ werden diese beiden Eigenschaften (Durchmesser und Länge) berücksichtigt.
Für die biologischen Auswirkungen der Staubpartikel auf das Lungengewebe sind noch weitere Faktoren, insbesondere die chemische Zusammensetzung der eingeatmeten Staubteilchen von Bedeutung. Einige Stäube sind relativ reaktionsträge (inert) und rufen selbst bei massiver Einlagerung nur minimale Gewebeveränderungen hervor. Subjektive Beschwerden und funktionelle Beeinträchtigungen können dann in solchen Fällen fehlen und die Prognose ist gut – zum Beispiel bei der Anthrakose Anthrakose
Anthrakose ist die Ablagerung von Kohlenstaub in den Lungenbläschen, den Zellzwischenräumen der Bronchien und in der Umgebung von Blut- oder Lymphgefäßen sowie in Lymphbahnen und -knoten.
nach dem Einatmen von Ruß und bei der Siderose nach dem Einatmen von Eisenstäuben.
Auswirkungen von Quarz- und Asbest-Staub
Andere Stäube haben allerdings erhebliche biologische Auswirkungen: So werden Quarz und bestimmte Asbestfasern (insbesondere Blauasbest) - entsprechend ihrer Hauptwirkung – zu den Narben bildenden (fibrogenen) Stäuben gezählt, da sie nach häufiger Einwirkung über lange Zeit (auf Grund chronischer Inhalation) zu einem fortschreitenden Umbau des Lungengewebes (Lungenfibrose) führen mit funktioneller Beeinträchtigung der Atmung und des Gasaustausches (Ventilations- und Diffusionsstörung). Vorrangig kennzeichnend ist dabei eine zunehmende Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung, wobei sich die Krankheitssymptome allgemein meistens erst nach einer jahrelangen - bzw. gelegentlich auch jahrzehntelangen - beschwerdefreien Latenzzeit Latenzzeit
Sie bezeichnet den Zeitraum, der zwischen dem Beginn der Belastung mit einem Schadstoff und dem ersten Auftreten krank¬heitsbe¬dingter Beschwerden liegt. Die Latenzzeit kann bei Asbestose zwischen 10 und 40 Jahren liegen, im Mittel beträgt sie 17 Jahre. Für Tumor-Erkrankungen, die durch Asbest verursacht werden, fällt sie in der Regel noch wesentlich länger aus.
entwickeln. Selbst wenn die chronische Belastung beendet ist – wie zum Beispiel bei einem Arbeiter, der nach jahrzehntelanger beruflicher Tätigkeit mit Asbeststoffen in Rente geht - kann der Krankheitsprozess weiter voranschreiten. Sowohl Asbest- als auch Quarz-haltige Stäube können außerdem zu Krebs und anderen Folgeerkrankungen führen.
Staublunge - eine der häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland
Die durch Quarz und Asbest verursachten Lungenkrankheiten gehören zu den häufigsten anerkannten und entschädigungspflichtigen Berufskrankheiten in Deutschland (siehe Tabelle unten) und rangieren damit unmittelbar nach dem Spitzenreiter Lärmschwerhörigkeit. Eine ähnlich große Bedeutung haben nur die berufsbedingten Hauterkrankungen (Berufsdermatosen). Während allerdings die Berufserkrankungen durch Lärm und die Berufsdermatosen derzeit rückläufig sind, steigt die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle und der als Berufserkrankung anerkannten Asbestosen und Asbest-bedingten Erkrankungen (z.B. Lungen-/Kehlkopfkrebs und malignes Mesotheliom Mesotheliom
Gutartiger oder bösartiger Tumor, der von der einzelligen Zellschicht an der Oberfläche bestimmter Organe (Plattenepithel der serösen Häute) ausgeht, zum Beispiel vom Rippenfell, vom Bauchfell oder vom Herzbeutel (Pericard).
) trotz verbesserter Arbeitsschutzmaßnahmen und dem 1993 erlassenen Asbest-Herstellungs- und Verwendungsverbot weiter an (siehe Tabelle). Dies hängt einerseits zusammen mit der großen Verbreitung von Asbest bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein und andererseits mit der langen Latenzzeit dieser Erkrankungen.
Häufigkeit anerkannter Berufserkrankungen in Deutschland (eine Auswahl)
Berufskrankheit
Anzahl 2002
Anzahl 2003
Anzahl 2004
Gutartiger oder bösartiger Tumor, der von der einzelligen Zellschicht an der Oberfläche bestimmter Organe (Plattenepithel der serösen Häute) ausgeht, zum Beispiel vom Rippenfell, vom Bauchfell oder vom Herzbeutel (Pericard).
in Folge von Asbest
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell.
Staublunge
Vor allem in der Hochzeit des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet und in anderen Regionen Deutschlands im 19. Jh. war die Staublunge eine gefürchtete Krankheit unter den Bergleuten, und das aus gutem Grund.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Staublunge?
Der Begriff Staublunge ist ein umgangssprachlicher Begriff und bezeichnet die Pneumokoniosen, also eine ganze Reihe von Erkrankungen der Atemwege, die durch das übermäßige Einatmen von anorganischen Stoffen entstehen. Der Ursprung des Wortes Pneumokoniose kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Luft (pneuma) und Staub (konis) zusammen.
Man differenziert die Staublunge nach der Art des Stoffes, dessen Inhalation zu den Beschwerden führt. So gibt es z.B. die Silikose, eine Staublunge, die durch das Einatmen von Quarzstaub entsteht. Staublungen gehören in vielen Ländern der Welt zu den häufigsten Berufskrankheiten.
Der Körper versucht dann diese Stoffe durch den Einsatz von Immunzellen, die die Fremdkörper umschließen, wieder aus der Lunge herauszubekommen. Doch diese sind nicht dafür geeignet und sterben nach einiger Zeit einfach ab, so dass neue entstehen und wieder dasselbe versuchen und erneut scheitern. Mit der Zeit sammeln sich dann die abgestorbenen Immunzellen und die immer weiter eingeatmeten Fremdstoffe in der Lunge.
Der Körper reagiert darauf mit Entzündungen und der Neubildung von Narbengewebe, was dazu führt, dass die Lunge hart wird, schrumpft und ihrer Aufgabe, Sauerstoff ins Blut zu transportieren, immer weniger nachkommen kann und so immer mehr zur sprichwörtlichen Staublunge wird.
Symptome und Verlauf
Typische Symptome einer Staublunge:
Die Symptome einer Staublunge, die sich in vielen Fällen erst nach 10 bis 20 Jahren bemerkbar machen, sind die Folge der immer weiter fortschreitenden Zerstörung der Lunge. Erste Anzeichen sind in der Regel ein trockener Reizhusten sowie Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Im weiteren Verlauf verschlechtert sich die Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff zu transportieren, immer weiter und somit auch die Atemnot.
Es kommt zu Atemnot auch im Ruhezustand und in der Folge zur bläulichen Verfärbung der Lippen und Finger. Im Endstadium kann die Lunge dann fast gar nicht mehr arbeiten, was den Tod durch Erstickung nach sich ziehen kann. Folgeerkrankungen einer Staublunge sind abhängig von den Stoffen, die eingeatmet wurden. Bei Asbest erhöht sich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um ein Vielfaches, bei einer Staublunge, die durch Quarzstaub ausgelöst wurde, steigt das Risiko einer Tuberkulose dagegen erheblich.
Die Diagnose einer Staublunge ist kompliziert, da die Symptome auch auf viele andere Erkrankungen der Atemwege zurückzuführen sein können. Bei Beschwerden wie Reizhusten oder Atemnot wird der Arzt daher zunächst nach dem Arbeitsumfeld und nach einer eventuellen Belastung durch Feinstaub fragen.
Ist dies der Fall schließen sich Lungenfunktionstests und ein Abhören der Lunge nach etwaigen Geräuschen an. Ein Thorax-CT und eine Spiegelung der Lunge (Bronchoskopie), bei der auch Gewebeproben entnommen und untersucht werden, bringen dann in Verbindung mit einer eingehenden laborlichen Blutuntersuchung die Diagnose Staublunge.
Behandlung und Therapie
Grundsätzlich sind jene Schäden, die zum Zeitpunkt der Diagnose bereits durch die Folgen der Staublunge entstanden sind, nicht mehr reparabel. Allenfalls können die Symptome gelindert und weitere Schäden vermieden oder zumindest eingeschränkt werden. Die Entzündungen werden mit Kortison behandelt.
Dem Sauerstoffmangel, sofern er sich schon in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, in dem sich der Patient kaum noch ohne Atemnot bewegen kann, wird mit einer Langzeitsauerstofftherapie (LOT) entgegnet, die den Betroffenen durch die tägliche künstliche Zufuhr von Sauerstoff über einen Zeitraum von bis zu 16 Stunden wieder die Möglichkeit bietet, alltägliche Dinge ohne Probleme zu erledigen.
Ist die Staublunge hingegen schon soweit fortgeschritten, dass der Erstickungstod droht, ist eine Lungentransplantation das ultimative Mittel. Um hingegen ein weiteres Fortschreiten der Auswirkungen einer Staublunge zu vermeiden, hat die Meidung von weiterer Inhalation des auslösenden Stoffes oberste Priorität und zieht in der Regel die Arbeitsunfähigkeit oder den sofortigen Wechsel des Arbeitsplatzes nach sich.
Vorbeugung
Die Staublunge ist eine sehr tückische Krankheit, da ihre Symptome sich erst spät bemerkbar machen. Noch heute zählt sie, besonders in Entwicklungsländern, zu den häufigsten Berufskrankheiten und fordert viele Opfer. Besonders gefährdete Menschen sollten sich daher auch schon bei kleineren Beschwerden mit den Atemwegen zu einem Arzt begeben, um eine Staublunge auszuschließen.
Staublunge
Unter Staublunge versteht man eine Gruppe von Lungenerkrankungen, die durch das Einatmen von Staub hervorgerufen werden. Die bekanntesten Vertreter sind die Steinstaublunge (Silikose) und die Asbeststaublunge (Asbestose).
Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Staub besteht aus festen kleinen Teilchen. Werden diese Teilchen jahrelang eingeatmet, lagern sie sich in der Lunge ab und lösen dort eine Reaktion des Gewebes aus, es entsteht die so genannte Staublunge. Es gibt zwei häufige schädigende Stäube:
- Steinstaub: Der schädigende Anteil ist das Quarz. Kleinste Quarzteilchen gelangen in die Lungenbläschen (Alveolen). Sie sind der wichtigste Teil der Lunge, denn hier wird der Sauerstoff ins Blut abgegeben. Der Quarzstaub führt in den Lungenbläschen zu einer chronischen Entzündung. Folge ist eine knötchenförmige Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge. Die Lunge wird immer unelastischer und schrumpft. Es steht damit immer weniger Fläche zur Verfügung, über die Sauerstoff ins Blut abgegeben werden kann.
- Asbeststaub: Er besteht aus faser- oder nadelförmigen Kristallen. Werden sie eingeatmet, so gelangen auch sie in die Lungenbläschen. Dort dringen die Asbestnadeln in das Gewebe ein und verursachen ähnlich wie bei der Steinstaublunge eine Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge, die stark schrumpft.
Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist vergehen 10-15 Jahre, bevor sich eine Staublunge bemerkbar macht. Die Lungenveränderungen sind nicht heilbar, es kann sogar zum Fortschreiten einer Staublunge kommen, obwohl kein Staub mehr eingeatmet wird.
Die ersten Zeichen einer Lungenschädigung sind Husten und Atemnot. Die Beschwerden der Steinstaublunge sind ähnlich wie beim Asthma oder der chronischen Bronchitis. Man spricht deshalb auch vom "Bergmannsasthma".
Schreitet die Schrumpfung des Lungengewebes fort, verschlechtert sich die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff zunehmend und es kommt zu chronischem Sauerstoffmangel. Dieser Mangel ist an einer Blaufärbung der Haut und an ständiger Atemnot zu erkennen. Nicht selten ist zur Besserung die Versorgung mit einer Sauerstoffflasche nötig.
Bei der Steinstaublunge können sich alle Komplikationen einer chronisch-obstruktiven Bronchitis entwickeln.
Dauerhafte Einatmung von Quarzstaub erhöht das Risiko, an einer Tuberkulose zu erkranken. Die Ursache dafür ist nicht bekannt, doch entwickeln etwa 10 von 100 Patienten mit einer Quarzstaublunge eine Tuberkulose.
Eingeatmetes Asbest dagegen erhöht durch die dauerhafte Reizung und Schädigung des Lungengewebes die Krebsrate ganz erheblich. Das bedeutet, die Gefahr an Lungenkrebs oder an einem bösartigen Tumor des Lungenfells zu erkranken, ist bei einer Asbeststaublunge deutlich erhöht.
Bei anderen chronischen Lungenerkrankungen (z.B. dem Asthma, einer chronisch obstruktiven Bronchitis) kommt es zu ähnlichen Beschwerden. Entscheidend für die Diagnose einer Staublunge ist daher die jahrelange, meist berufsbedingte Einatmung entsprechender Stäube.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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staub in der Lunge? und was tun?
Also ich habe gestern Mein Mofa neu angesprüht oder lakiert wie mans will. Dabei dachte ich wär eine Atemschutzmaske nicht schlecht. Das problem : sie wurde 2 J. nicht mehr benutzt und lag die ganze zeit in einer Halle. Habe sie aber trozdem getragen und durch den Mund geatmet. So ca. 20 Min. Dann habe ich gestern beim Eishockeytraining gemerkt das meine Lunge weh tut und ich bekomm immer Hustenanfälle. heute wurd es schlimmer und tut immer mehr weh. Was kann es sein und was tun. achso mein Hals kratzt auch.. Danke Tim
3 Antworten
Hallo, Ferndiagnosen sind schwer zu stellen. Der Rat zum Arzt zu gehen ist schon sinnvoll. Allerdings merkt man es normalerweise, wenn man Staub einatmet. Daher vermute ich, dass es mit dem Staub nicht so heftig gewesen sein lann. Die Frage, die bleibt, ist, was für ein Staub in der Maske war.. Wenn da etwas drin war, was erst nach einiger Zeit die Atemwege reizt, dann könnte das zu DEinen jetzigen Beschwerden geführt haben. Von Ferne aber fast nicht zu beurteillen. Lass Dich untersuchen.
also zuerst habe ich es gemerkt aber irgendwann nicht mehr und staub huste ich auch nicht aus
Hustest du denn Staub aus? Also ist in dem Auswurf was zu erkennen? Normal solltest du alles auf diesem Weg los werden, da du aber schreibst es wird schlimmer suche einen Arzt auf. Fremdkörper in der Lunge können eine Lungenentzündung auslösen und diese kann übel ausgehen.
Geh zum Arzt, eine gute Ferndiagnose kann dir hier keiner geben!
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Gestern habe ich eine ziemlich heavy Mountainbiketour gefahren. Es war ziemlich heiss und sonnig. Oft, wenn ich mich sportlich angestrengt hab bei heissem, sonnigem Wetter und dann durch den Mund bis in die Lunge tief einatme, tut es etwas weh und ich muss husten. Das dauert meist noch den ganzen Tag an. Ich denke manchmal, ich spüre das Ozon. Kann das davon kommen.
Hallo zusammen! :) ich bin 14 und männlich. Seit längerem tut mein Brustkorb/Lunge/die Gegend vom Herzen weh. Es passiert wenn ich tief einatme (hab eine relativ grosse lunge für mein alter 5,5 liter) und in der gegend des herzens wo es nur manchmal vorkommt ( als ob jemand ein messer in meine brust sticht). Naja… also wie schon gesagt länger. Ich habe mal meine Eltern gefragt sie sagen du bist erkältet. Schlafe nachts mit unterhose und t-shirt. Und ich habe auch noch einbisschen rückenweh im höheren bereich. Um sicher zu gehen gehe ich noch zum Arzt aber wollte eure Meinung und vielleicht kennt ihr diese Symptome.
Liebe Grüsse :) und danke für Antworten!
Ich hatte im sommer 2011 eine schwere lungenentzündung, wegen staphylokokken. Meine lunge ist seitdem sehr empfindlich, und mir ist sehr schnell kalt. Heute bin ich ca 2 stunden in einem luftzug gesessen und jetzt tut meine lunge sehr weh, ich möchte aber nicht zum arzt, kann ich etwqs tun?7
Ich bin derzeit nicht krank oder erkältet. Aber mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass ich jedesmal, wenn ich ins Bett steige und schlafe, meine Nase zugeht, so als hätte ich Schnupfen. Das wird auch ganz unangenehm, da ich dann manchmal gar nicht mehr aus der Nase atmen kann und einen ganz trockenen Mund bekomme. Zudem bekomme ich morgens auch immer sehr geschwollene Lider, die dann aber am Morgen langsam wieder ihre Normalgröße erreichen. Auch muss ich dann immer ganz oft niesen.
Was ist der Grund dafür? Eine Überlegung von mir wäre, dass ich vielleicht zu viel Staub im Zimmer habe (bei mir im Zimmer staubt es nämlich aus einem nicht erklärlichen Grund sehr stark), aber das schien mir dann doch nicht so logisch.
Was könnte der Grund sein und was kann ich dagegen tun?
Hallo! Kann mir jemand einen guten Arzt betr. Sarkoidose im Raum Duisburg und / oder Dortmund nennen?
Unter anderem AUCH für Problematiken der Haut?
An wen wendet man sich, wenn man sich nach längerer, beschwerdefreiheit bezüglich der Sarkoidose durchchecken lassen möchte?
Vielen Dank im Voraus - Bin für jeden Rat dankbar
Manchmal wenn ich tief einathme, tut meine Linke Brust-Seite (ich denke mal Lunge) weh. Manchmal aber auch nicht.
Auf Google wurde ich zu der Frage leider nicht fündig. Vielleicht kann es hier jemand beantworten.
Mit freundlichen Grüßen Redvampire
Hallo ihr lieben
Ich habe heute auf der Arbeit leider viel staub eingeatmet und habe eine Stauballergie. Ich bekomme nun wenig Luft und mir wird ab und zu schwindelig, was soll ich tun?
Hallo zusammen, ich habe leider ein kleines Lungenvolumen und möchte dieses erweitern. Ich gehe Joggen merke aber das mir die Lunge weh tut und würde gerne noch etwas zusätzlich dafür machen. Gibt es ein Gerät oder Übungen extra für die Lunge für zuhause. Ich hoffe ihr habt mir wertvolle Tipps.
Tag, hab eben neu gekauften Trockenfutter ins Gehege meiner Kaninchen geworfen. nun tut meine Lunge leicht weh bzw. brennt etwas.
Kann es wegen dem Staub sein, oder eher weil ich gegen etwas in der Mischung allergisch bin ?
Hallo ich brauche Hilfe
ich habe gestern einen alten PC auseinander geschraubt und habe den alten Staub eingeatmet und jetzt tut meine Lunge immernoch weh.
Wie kann ich meine Lunge wieder säubern oder entlasten? Bitte helft mir. Besten Dank für gute Ratschläge!
Heey.. also ich rauche ab und zu mal ne zigarette & seitdem hab ich halt gemerkt, dass wenn ich krank bin mir die Lunge weh tut. Hat das vielleicht etwas dami zu tun? ://
Ich war zwar noch nicht beim Arzt damit, bin mir inzwischen aber sicher, dass ich eine Stauballergie oder zumindest -empfindlichkeit habe.
Wenn ich das Einstreu meiner Meerschweinchen wechsel und dabei der Staub durch die Gegend fliegt oder ich meinen Kopf direkt an den Körper meines Hundes halte oder Staub wische oder einen fusseligen Schal trage, muss ich husten oder niesen.
Ich habe erst viele Jahre lang damit gelebt ohne die Ursache zu finden (weil ich ja nie zum Arzt gehe. ) und hatte nie große Probleme damit und habe auch bisher nichts an meiner Lebensweise verändert. Deswegen wollte ich mal nachfragen, ob so eine "Dauerbelastung" für die Lunge auch dauerhafte Schäden nach sich ziehen kann oder ob ich es nicht weiter beachten muss, wenn es mich nicht stört.
(Ach ja, weil ich ja auch die Tiere erwähnt habe: eine Tierhaarallergie ist es zum Glück definitiv nicht, sondern nur der Staub, der vielleicht mal im Fell oder eben in der Einstreu/im Heu sitzt)
staub eingeatmet
hab letztes wochenende auf dem land gearbeitet. da es sehr heiss war, hab ich eine menge staub eingeatmet. der staub wurde einfach vom boden aufgewirbelt, war im weitesten sinne also erde.
habe jetzt tierische halzschmerzen und hustanfälle mit brechreiz. hängt das zusammen oder bin ich einfach krank? reinigt sich die lunge von selber.
9 Antworten
Hab keine Angst, die Lunge weist von sich selbst, was sie mit dem Staub zu tun hat. In paar Stunden nach Staubschlucken ist sie wieder sauber. Halsschmerzen kann ein anderes Problem zeigen, und/oder Kommunikationsproblem. Viel Wasser kann in solchen Fällen wirklich viel helfen.
Das kommt nicht vom Staub- denke ich zumindest.
Bei uns geht genau eine solche Geschichte um. Ich hab es seit Freitag, mein Freund seit Donnerstag, die Freundin meiner Tochter auch seit letzter Woche und ich könnte dir noch mehr nennen- Also eine lästige Erkältung. Am schlimmsten finde ich die Halsschmerzen, so lange wie dieses Mal haben die sich noch nie gehalten :-/
Sagt auch der Hausarzt, dass das im Moment umgeht- und dass sie dieses mal sehr hartnäckig ist.
Jetzt mach dir mal keine Sorgen wegen des Staubs. Das verkraftet und verarbeitet unser Körper allemal. Vielleicht hast du dich nur erkältet?
Ja, die Lunge reinigt sich ständig selbst. Wahrscheinlich sind deine Schleimhäute einfach zu sehr angegriffen vom Staub, deshalb deine Beschwerden. Das vergeht. dein Körper muss halt etwas aufräumen. dauert aber keine 3 Tage. wetten?
Sollten die Symtome bisher nicht abgeklungen sein,könnte eine Allergie auch in betracht kommen,Allergologe aufsuchen! MfG
starke Hustenanfälle gehen oft mit Brechreiz einher, da sich die beiden Reflexe ab einer gewissen Stärke überlagern. Das ist ok. Wenn es in zwei drei Tagen nicht besser ist würd ich zum Doc, aber ich denke soweit wird es nicht kommen. Die Lunge hat sehr gute Selbstreinigungsfähigkeiten.
Wenn Du wüsstest mit was Dein Körper alles fertig wird. Wir atmen ständig alles möglich ein, im Essen und trinken sind auch jedemenge Sachen drin womit Dein Körper fertig wird. Und Du machst Dir sorgen wegen etwas Staub, dass harmloser Strassenstaub ist. Unser Körper ist ein Wunder, der hat viele Selbsverteidigung- systeme mach Dir keine sorgen.
Geh mal Googlen unter Imunsystem, wirst Dich wundern.
Wenn das am letzten Wochenende war und Du das erst jetzt gekriegt hast, gibt es keinen Zusamenhang. Dann hast Du Dir wahrscheinlich nur eine Erkältung aufgesackt.
Wenn Du viel trinkst vergeht das von alleine wieder
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Ich bin derzeit nicht krank oder erkältet. Aber mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass ich jedesmal, wenn ich ins Bett steige und schlafe, meine Nase zugeht, so als hätte ich Schnupfen. Das wird auch ganz unangenehm, da ich dann manchmal gar nicht mehr aus der Nase atmen kann und einen ganz trockenen Mund bekomme. Zudem bekomme ich morgens auch immer sehr geschwollene Lider, die dann aber am Morgen langsam wieder ihre Normalgröße erreichen. Auch muss ich dann immer ganz oft niesen.
Was ist der Grund dafür? Eine Überlegung von mir wäre, dass ich vielleicht zu viel Staub im Zimmer habe (bei mir im Zimmer staubt es nämlich aus einem nicht erklärlichen Grund sehr stark), aber das schien mir dann doch nicht so logisch.
Was könnte der Grund sein und was kann ich dagegen tun?
Hallo liebe Community,
Ich hab vorhin versucht mit nem Staubsauger den Staub aus dem Lüfter meines PC's zu entfernen. Daraufhin (als ich fertig war), war ich zu faul den Staubsauger nochmal hochzuholen und hab einfach am Lüftungsauslass gesaugt (um Staub herauszubekommen). Dabei hab ich mir nicht viel gedacht (wobei es ziemlich dumm war) und jetzt habe ich ein krtzen tief unten im Hals, beim Schlucken fühle ich immer an einer Stelle eine Art "Stechen". Ich hab schon mehrfach versucht einen Schleim hochzuhusten, der geht aber nicht raus!
Was soll ich tun? Ist evtl. ein Mini-Metallstück jetzt in meiner Lunge drin?! Zum Arzt oder lieber erstmal warten?
Ich hoffe auf schnelle, zuverlässige Antworten,
Hallo ihr lieben
Ich habe heute auf der Arbeit leider viel staub eingeatmet und habe eine Stauballergie. Ich bekomme nun wenig Luft und mir wird ab und zu schwindelig, was soll ich tun?
Wie gefährlich ist der Staub von trockenem Beton für Haut, Augen und Lunge? Passiert das was mit den Augen, wenn der Staub in der Raumluft ist? Hab gehört es soll ätzend sein. Passiert da was nach kurzer Zeit?
Beim Arbeiten mit Druckluft kommt es schonmal vor, dass man die Hände in der Nähe des Luftstroms hat. Dabei habe ich mir auch bisher nie große Gedanken gemacht.
Ein erfahrener Kollege (ehemaliger Schreinermeister) hat mich jedoch vor Kurzem darüber aufgeklärt, dass man mit den handelsüblichen Kolbenkompressoren (und schlechten Filtern) kleine Staubpartikel beschleunigen kann, die in die Haut eindringen.
Hat hier vielleicht jemand fundiertes Wissen zu diesem Thema?
Wollte nur mal fragen was ihr dazu sagt, findet ihr das unfair oder nicht ?
Und zwar leide ich seit einigen Jahren an einer staubmilbenallergie und einigen anderen Allergien. Habe desöfteren atemprobleme oft auch Atemnot. Die Atemnot wird besonders stark wenn es in meinem Zimmer warm ist (im Sommer ist es dauerhaft warm)
Meine Schwester bekam letzte Woche eine Klimaanlage in ihrem Zimmer eingebaut weil es ihr Wunsch war. Natürlich war es auch mein Wunsch aber da sie es sich zuerst gewunschen hat wurde eine Klimaanlage in ihrem Zimmer eingebaut
Finde ich natürlich schade da es mir bei meinen atemproblemen helfen würde und ich keine schlaflosen Nächte mehr hätte
Jetzt bekomme ich keine eingebaut , meine Eltern sagen ich soll 2 Jahre warten dann bekomm ich auch eine (weil sie 2 Jahre älter ist) so eine Klimaanlage ist ja auch nicht gerade billig
Jetzt zur Frage, findet ihr dass unfair oder nicht ?
Manche sagen, dass sie eine Stauballergie haben, kann das sein? Sind es nicht eher die Milben im Staub, die zu einer Allergie reizen?
Schadet uns der Hausstaub?
Wenn man z.B. im Haus ist und dann Licht durchs Fenster scheint, kann man ja diese Staubkörner in der Luft sehen. Und ich würde gerne wissen, ob uns diese schaden, da wir sie ja einatmen.
Hallo ich brauche Hilfe
ich habe gestern einen alten PC auseinander geschraubt und habe den alten Staub eingeatmet und jetzt tut meine Lunge immernoch weh.
Wie kann ich meine Lunge wieder säubern oder entlasten? Bitte helft mir. Besten Dank für gute Ratschläge!
ich habe ca. 2 Stunden Metall bearbeitet und dabei den Staub eingeatmet, wie ich beim Spucken feststellen konnte. Dass es gefährlich ist, steht außer Frage, aber wie ist es bei einer einmaligen Angelegenheit? Können Langzeitschäden für die Lunge auftreten?
Auch wenn Ferndiagnostik schwer ist brauche ich dringend Ratschläge, ich saß gerade Barfuß am Tisch, der Boden ist Parkett. Auf einmal piekste mich etwas in meinen linken "Ring-Zeh". Es fühlte sich erst an wie ein Splitter, ich wusch meine Füße sofort (da am Boden ein paar Krümel und Staub etc waren), konnte aber keinen Splitter entdecken, eine Biene oder ähnliches habe ich auch nirgendwo gesehen. Es tat immer mehr weh, wenn ich den Zeh jetzt anwinkel spüre ich auch wie er leicht geschwollen ist, man sieht es aber so nicht wirklich. Die Stelle wo es peikt ist leicht gerötet. WAS zum Teufel KÖNNTE das gewesen sein, sowas habe ich noch nie erlebt und was sollte ich tun ? Danke
Also ich habe gestern Mein Mofa neu angesprüht oder lakiert wie mans will. Dabei dachte ich wär eine Atemschutzmaske nicht schlecht. Das problem : sie wurde 2 J. nicht mehr benutzt und lag die ganze zeit in einer Halle. Habe sie aber trozdem getragen und durch den Mund geatmet. So ca. 20 Min. Dann habe ich gestern beim Eishockeytraining gemerkt das meine Lunge weh tut und ich bekomm immer Hustenanfälle. heute wurd es schlimmer und tut immer mehr weh. Was kann es sein und was tun. achso mein Hals kratzt auch.. Danke Tim
ich arbeite seit etwa 6-7 Jahren in verschiedenen Pferdeställen und miste unter anderem plus natürlich Heu füttern/Netze stopfen/ kehren etc. Also alles sehr staubig. Mittlerweile mache ich echt viele Ställe und habe auch ständig husten, bin schnell heiser und schnäuze schwarz, nachdem ich aus dem Stall komme. Das ist ja nicht weiter verwunderlich, aber ich mache mir grade etwas Sorgen, dass das Ganze vielleicht doch nicht so unbedenklich ist, wie ich mir bisher immer dachte. Erholt sich die Lunge wieder komplett, d.h. sind das halt alles nur vorübergehende Reaktionen auf den Staub? Oder bleibt ein Schaden? Ich werde wahrscheinlich in einem halben Jahr mit meinem Studium anfangen und dann sowieso nicht mehr täglich viele Stunden im Stall stehen. Was meint ihr, mache ich mir unnötig Sorgen?
Freue mich auf Antworten :)
Ich war zwar noch nicht beim Arzt damit, bin mir inzwischen aber sicher, dass ich eine Stauballergie oder zumindest -empfindlichkeit habe.
Wenn ich das Einstreu meiner Meerschweinchen wechsel und dabei der Staub durch die Gegend fliegt oder ich meinen Kopf direkt an den Körper meines Hundes halte oder Staub wische oder einen fusseligen Schal trage, muss ich husten oder niesen.
Ich habe erst viele Jahre lang damit gelebt ohne die Ursache zu finden (weil ich ja nie zum Arzt gehe. ) und hatte nie große Probleme damit und habe auch bisher nichts an meiner Lebensweise verändert. Deswegen wollte ich mal nachfragen, ob so eine "Dauerbelastung" für die Lunge auch dauerhafte Schäden nach sich ziehen kann oder ob ich es nicht weiter beachten muss, wenn es mich nicht stört.
(Ach ja, weil ich ja auch die Tiere erwähnt habe: eine Tierhaarallergie ist es zum Glück definitiv nicht, sondern nur der Staub, der vielleicht mal im Fell oder eben in der Einstreu/im Heu sitzt)
Staublunge
Die Staublunge (Pneumokoniose) ist eine Erkrankung der Lunge. Sie entsteht durch die Einatmung und Ablagerung von anorganischem Staub in den Atemwegen. Das Lungengewebe kann daraufhin vernarben und wird in seiner Funktion eingeschränkt. Man unterscheidet bösartige von gutartigen Staublungenkrankheiten. Sie zählen zu den am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten. Lesen Sie alles Wichtige über die Staublunge.
Staublunge: Beschreibung
Ärzte bezeichnen die Staublunge als Pneumokoniose (griechisch pneuma = Luft, konis = Staub). Eine Staublunge entsteht, wenn sich das Lungengewebe durch eingeatmeten, anorganischen (mineralischen oder metallischen) Staub krankhaft verändert. Vernarbt und verhärtet sich das Bindegewebe der Lunge, sprechen Fachleute von einer Fibrosierung. Viele Berufsgruppen sind schädlichem Staub ausgesetzt. Daher zählt die Staublunge zu den häufigsten Berufskrankheiten. Je nach Art des Staubs unterscheidet man gutartige und bösartige Staublungen-Erkrankungen, die sich in ihrer Gefährlichkeit unterscheiden.
Gutartige Staublunge
Manche Stäube lagern sich lediglich im Lungengewebe ab, lösen dort aber zunächst keine entzündliche Reaktion aus. Im Gegensatz zu bösartigen Stäuben verschlechtert sich die Lungenfunktion bei einer gutartigen Staublunge im Lauf der Zeit nur in Einzelfällen.
Ruß-, Graphit-, Kohlenstaub
Kaolin (weiße Tonerde zur Porzellanherstellung)
Antimon (Mineral bspw. für Bleilegierungen)
Talkum (wasserhaltiges Magnesiumsilikat bspw. als Hauptbestandteil des Specksteins)
In manchen Fällen sind gutartige Staubarten mit giftigen Stoffen verunreinigt. Ärzte sprechen dabei von einer Mischstaublunge. Bei Talkum lassen sich häufig Verunreinigungen durch Asbest (Mischstaubasbestose) oder Quarz (Mischstaubsilikose) feststellen. Zusammen mit Kaolin lässt sich manchmal Quarzstaub nachweisen.
Bösartige Staublunge
Bösartige Stäube führen oft zu gefährlichen Lungenveränderungen. Das Lungengewebe vernarbt zunehmend. Die Sauerstoffaufnahme kann deutlich eingeschränkt werden. Im weiteren Verlauf verhärtet sich das Lungengewebe durch Fibrosierung.
Quarzstaub (Cristobalit, Tridymit)
Hartmetalle (Wolfram, Titan, Chrom, Molybdän)
Organische Staublunge
Staublungen durch anorganische Stäube stehen Lungenerkrankungen durch organische Stoffe wie beispielsweise Vogelkot oder Getreideschimmel gegenüber. Man spricht in solchen Fällen von einer exogen-allergische Alveolitis. Dabei reagiert das Abwehrsystem allergisch auf tierische Eiweiße oder Pilzsporen, wodurch sich die Lungenbläschen entzünden (Alveolitis). Meist sind Landwirte (Farmerlunge) oder Vogelzüchter (Vogelhalterlunge) betroffen. Aber auch chemische Stoffe, zum Beispiel aus Spraydosen, können eine Alveolitis hervorrufen.
Außer der Quarz-Staublunge und der Asbest-Staublunge kommen andere Pneumokoniosen nur noch vereinzelt vor. Dies liegt hauptsächlich an den strengen Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen an gefährdeten Arbeitsplätzen. Für ungefährliche Stäube gilt der allgemeine Staubgrenzwert (6 mg pro Kubikmeter). Überschreiten sie diesen Grenzwert, verstopfen sie die Lungenbläschen vollständig und führen dadurch zu Atemproblemen.
Staublunge: Silikose
Die Silikose gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten der Lunge und findet sich vor allem bei Bergbauarbeitern. Alles Wichtige über die Silikose finden Sie hier!
Staublunge: Symptome
Die Anzeichen einer Staublunge können sehr unterschiedlich sein. Insbesondere bei gutartigen Stäuben haben Patienten in der Regel keine Beschwerden. Erst nach Jahren entsteht Husten und Atemnot bei körperlicher Belastung. Hat sich das Lungengewebe in Folge eingeatmeter, giftiger Stoffe verändert, hängen die Staublungen-Symptome vom Ausmaß der Entzündung beziehungsweise der Fibrose ab. Häufige Beschwerden sind:
- Bronchitis
- Trockener Husten, der jahrelang anhaltenden kann
- Schwäche und Gewichtsverlust
- Lungenentzündungen
- Atemnot
Bestehen die Lungenveränderungen und die damit einhergehende Sauerstoffarmut des Blutes über einen längeren Zeitraum, werden die Anzeichen einer Staublunge beziehungsweise Lungenfibrose auch äußerlich sichtbar. Die Fingerspitzen verdicken sich und ähneln der Form von Trommelschlegeln. Die Haut, insbesondere die Mundschleimhaut, Lippen und Fingerenden, verfärben sich bläulich (Zyanose).
Staublunge: Ursachen und Risikofaktoren
Meistens sind Betroffene über Jahre hinweg schädlichen Stäuben ausgesetzt, so dass sich das Lungengewebe krankhaft verändert. Häufig geschieht das am Arbeitsplatz.
Ruß-, Graphit-, Kohlenstaub
Bergbau (v.a. Steinkohle), Bewohner von Industriestädten gefährdeter als Landbewohner
Schwerspatgewinnung (abbaubares Mineral), Tiefbohrtechnik (Barium als Bohrspülung), Einsatz in der Automobilindustrie in Kunststoff und Dämmmatten und als Bestandteil von Schwerbeton
v.a. in der Glasindustrie
Gewinnung von weißer Tonerde, Porzellanherstellung
Bergbau (Antimongewinnung, Erzbergwerk); Herstellung von Kabelisolierungen, Baumaterialien (z.B. Folien), Elektrogeräten, feuerfesten Textilien und Kunststoffen; Flammschutzmittel bei Farben
Talkum (wasserhaltiges Magnesiumsilikat bspw. als Hauptbestandteil des Specksteins)
Quarzstaub (Cristobalit, Tridymit)
Kies- und Sandindustrie, Sandstrahlarbeiten, Zementherstellung, Erz- und Kohlebergbau
Verarbeitung von Isolationsmaterial, Asbestzement, feuerfestem Material; Kunststoffverstärkung; Bauarbeiten
Berylliumgewinnung; Herstellung und Bearbeitung von berylliumhaltigen Legierungen in Flugzeug-, Automobil-, und Raumfahrtbau, Zahntechnik, Kernkraftindustrie, Nuklearwaffen
Hartmetalle (Wolfram, Titan, Chrom, Molybdän)
v.a. Hartmetallarbeiten wie Schleifen, Sintern, Gießen (z.B. Werkzeugfabrikation)
Maschinenbau, Verpackungsindustrie, Bauwesen; Zug-, Automobil-, Flugzeugbau; Gasbetonherstellung, Lack- und Farbindustrie; Raketen und Sprengstoffe; Gefährdung insb. bei Aluminiumschweißarbeiten und Aluminiumpulverherstellung
Neben Zeitraum und Staubmenge, ist auch die Größe der Staubpartikel entscheidend für die Entstehung einer Staublunge. Größere Staubpartikel werden im Nasen-Rachen-Raum beziehungsweise in der Luftröhre zurückgehalten. Sind sie jedoch kleiner als sieben Mikrometer Durchmesser, können sie bis in die Lungenbläschen vordringen. Dort lösen sie Entzündungen im Lungengewebe aus.
Staublunge: Untersuchungen und Diagnose
Der zuständige Arzt für Erkrankungen der Lunge ist der Lungenfacharzt oder ein Arbeitsmediziner. Der Arzt wird zunächst einige Fragen zum Arbeitsplatz und den Beschwerden stellen. Beispiele hierfür sind:
- seit wann bestehen die Beschwerden, beispielsweise Husten?
- haben Sie Auswurf beim Husten?
- bekommen Sie schlecht Luft?
- fühlen Sie sich ungewöhnlich müde und abgeschlagen?
- haben Sie an Gewicht verloren?
- welchen Beruf üben Sie aus? Wie lange arbeiten Sie bereits in diesem Beruf?
- welchen Beruf haben Sie vor Ihrer momentanen Anstellung ausgeübt?
- atmen Sie Staub ein?
- gibt es besondere Schutzmaßnahmen an Ihrem Arbeitsplatz wie das Tragen einer Schutzmaske oder -brille und halten Sie sich an daran?
- wurden diesbezüglich Feinstaub-Messungen an Ihrem Arbeitsplatz durchgeführt?
Krankengeschichte und Untersuchungen
Nach dem Arztgespräch folgt eine körperliche Untersuchung des gesamten Körpers. Dabei hört der Arzt vor allem auf die Lungen (Auskultation) und klopft sie mit dem Finger ab (Perkussion). In einem Röntgenbild der Lunge kann der Arzt sehr wichtige Hinweise auf eine Staublunge erkennen. Entzündete Lungenareale werden durch eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung deutlich sichtbar und erscheinen im Röntgenbild als weißliche Flächen. In schweren Fällen sammelt sich besonders viel Flüssigkeit in der Lunge. Ärzte bezeichnen dies als toxisches Lungenödem.
Lungenfunktionstest
Diese Untersuchung wird durchgeführt, um Erkrankungen der Lunge frühzeitig feststellen und ihren Verlauf beurteilen zu können. Der Test wird an einem speziellen Messgerät mit Mundstück durchgeführt. Es misst die geatmete Luftmenge und den Luftstrom bei Ein- beziehungsweise Ausatmung. Um die Lungenfunktion gut beurteilen zu können, muss der Untersuchte am Gerät unter Anleitung verschiedene Atemmanöver durchführen. Dabei sitzt der Patient ruhig und aufrecht vor dem Gerät. Die Nase wird für gewöhnlich mit einer Klemme verschlossen.
Blutgasanalyse und Spiroergometrie
Um die Auswirkungen einer Staublungen-Erkrankung auf das Blut herauszufinden, nehmen Ärzte Blut ab und überprüfen den Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidgehalt (Blutgasanalyse). Bei einer ausgeprägten Pneumokoniose ist der Sauerstoff vermindert und das Kohlendioxid erhöht, da der Austausch der beiden Gase in der erkrankten Lunge nur noch eingeschränkt möglich ist.
Lungenbiopsie
Für die allgemeine Diagnose einer Staublunge ist eine Lungenbiospie in der Regel nicht notwendig. Bei unklaren Fällen kann im Rahmen eines chirurgischen Eingriffes eine Gewebeprobe aus der Lunge entnommen werden. Die Probe wird anschließend untersucht. Dadurch können zweifelsfrei die Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz und Staublunge nachgewiesen werden.
Bronchoalveoläre Lavage
Dieses diagnostische Verfahren wird während einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgeführt. Dazu wird ein dünner, meist biegsamer Schlauch über Mund oder Nase in die Lunge vorgeschoben. Am Ende des Schlauchs befindet sich eine kleine Kamera, mit deren Hilfe die tiefer liegenden Atemwege sichtbar gemacht werden können. Das Staublungenareal wird mit Kochsalzlösung gespült. Die Spülflüssigkeit wird anschließend abgesaugt und untersucht.
Staublunge: Behandlung
Die wirksamste Behandlung einer Staublunge besteht darin, sich den Stäuben nicht mehr auszusetzen. Dies kann beispielsweise einen Wechsel der Arbeitsstelle bedeuten. Bei den meisten eingeatmeten Staubarten schreitet die Erkrankung nach ersten Lungenveränderungen nicht weiter fort, sobald es zu keiner weiteren Belastung mehr kommt. Deshalb verhindert die frühzeitige Diagnose einer Staublunge schwere Krankheitsfolgen.
Bei einer entzündlichen Staublunge oder einer Lungenfibrose verordnen Ärzte häufig Kortison und seltener Antibiotika. Bei sehr schweren Verläufen ist der Patient auf eine gesonderte Sauerstoffzufuhr (Sauerstoffflaschen) angewiesen. Unter Umständen muss eine neue Lunge transplantiert werden.
Staublunge: Krankheitsverlauf und Prognose
Das Fortschreiten der meisten Staublungen-Erkrankungen kann verhindert werden, wenn der Patient die gefährlichen Stäube nicht mehr einatmet. Bereits narbig umgebautes Lungengewebe verändert sich jedoch nicht mehr. Setzt sich der Patient über weitere Jahre den Schadstoffen aus, kann sich die Krankheit verschlimmern und zu einer schweren Lungenfibrose führen. Entzündungen heilen meist im Laufe mehrerer Wochen aus, solang sich Betroffene ausreichend vor massiven Staubbelastungen schützen.
Aus einer Beryllium-Lungenentzündung entwickelt sich in ungefähr 17 Prozent der Fälle ein chronisches Krankheitsbild. Ähnlich der Silikose und Asbestose kann sich auch Jahre nach einer Belastung durch Aluminium oder Beryllium eine chronische Staublunge ausbilden.
Berufskrankheit Staublunge
Hat ein Arzt den Verdacht auf eine Staublungen-Erkrankung, meldet er dies der gesetzlichen Unfallversicherung. Damit die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wird, wird ein medizinisches Gutachten erstellt. Auf Grundlage der Untersuchungen fällt die Unfallversicherung die Entscheidung, ob eine Berufskrankheit vorliegt. Ergibt sich eine Berufskrankheit, werden berufliche und medizinische Maßnahmen eingeleitet, um die Erkrankung zu lindern und Betroffene zu unterstützen. Haben Erkrankte trotz dieser Maßnahmen bleibende körperliche Beeinträchtigungen, wird eine Rente ausgezahlt.
Staublunge vorbeugen und anerkennen
Staublungen werden sehr selten als berufsbedingte Erkrankung anerkannt. In der Regel lindern sich die Beschwerden, sobald der Betroffene den schädlichen Stoffen fernbleibt. Im Jahr 2013 wurden zum Beispiel lediglich 2 Aluminosen, 9 Siderosen (Schweißerstaublunge) und 3 Berylliosen anerkannt. Dem gegenüber stehen vor allem 1920 anerkannte Asbestosen durch besonders schädlichen Asbeststaub.
Staublunge: Asbestose
Sie ist eine gefährliche Lungenerkrankung. Alles über die Asbestose lesen Sie hier!
Vorbeugend sollte man auf folgende Faktoren achten:
- Meiden Sie die Einatmung von Stäuben
- Halten Sie sich an Arbeitsschutzvorkehrungen am Arbeitsplatz
- Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen wie spezielle Kleidung, Atemmasken, Schutzbrillen oder Lüftungs- und Absaugeinrichtungen bereitstellt
- Nehmen Sie an arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen teil
- Nutzen Sie Vorsorgeuntersuchungen
- Hören Sie mit dem Rauchen auf
Gehen Sie bei Beschwerden rechtzeitig zu Ihrem Hausarzt, Betriebsarzt oder suchen Sie gleich einen Lungenfacharzt auf. Nur so können Sie sich frühzeitig vor weiteren Belastungen schützen und die schwerwiegenden Krankheitsfolgen einer Staublunge vermeiden.
Ursachen
Bei der Ablagerung (Deposition) von Teilchen im menschlichen Atemtrakt ist die Größe der Teilchen Ausschlag gebend. Diese hängt bei kugelförmigen Partikeln vor allem vom Teilchen-Durchmesser ab. Dagegen ist bei faserförmigen Partikeln (wie zum Beispiel Asbestfasern) die Länge der Teilchen entscheidender. Bei der Berechnung des „aerodynamischen Durchmessers“ werden diese beiden Eigenschaften (Durchmesser und Länge) berücksichtigt.
< 5 tetha-meter (5/1000 Millimeter) gehören zur alveolargängigen Staubfraktion Staubfraktion
Je nach Größe und Form der Staubteilchen werden die folgenden wichtigen Staubpartikel-Fraktionen unterschieden: (1) Einatembarer Anteil (früher „Gesamtstaub“) (2) Thoraxgängiger Anteil: Staubteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser <10 theta-meter, die in den Brustkorb (Thorax) gelangen (3) Alveolengängiger Anteil (früher „Feinstaub“) mit einem aerodynamischen Durchmesser < 5 theta-meter, der bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringt.
, können daher bis in die Lungenbläschen (Lungenbläschen) vordringen und sich im Lungengewebe ablagern. In Abhängigkeit von den physikochemischen Eigenschaften wird ein Teil der Partikel im Gewebe gelöst und mit dem Lymph- und Blutstrom abtransportiert. Andere Fremdstoffe, zum Beispiel organisches Gewebe oder Mikroorganismen, werden von speziellen Fresszellen ( Alveolarmakrophagen Alveolarmakrophagen
Fresszellen des Immunsystems, die in den Lungenbläschen (Alveolen) vielerlei Funktionen erfüllen, zum Beispiel die Reinigung der Lunge, indem sie sich Fremdpartikel (Erreger, Staub, Ruß etc.) einverleiben. Sie sind u.a. aber auch an Entzündungs- und Überempfindlichkeitsreaktionen beteiligt.
) einverleibt und abgebaut. Mineralische Staubpartikel (wie zum Beispiel Quarz oder Asbestfasern) können allerdings weder abgebaut noch abtransportiert werden. Die Alveolarmakrophagen Alveolarmakrophagen
Fresszellen des Immunsystems, die in den Lungenbläschen (Alveolen) vielerlei Funktionen erfüllen, zum Beispiel die Reinigung der Lunge, indem sie sich Fremdpartikel (Erreger, Staub, Ruß etc.) einverleiben. Sie sind u.a. aber auch an Entzündungs- und Überempfindlichkeitsreaktionen beteiligt.
gehen bei dem Versuch, sie zu verdauen, zu Grunde - der Reinigungsmechanismus versagt.
Bei der Zerstörung der Alveolarmakrophagen werden Botenstoffe freigesetzt, die weitere Zellen anlocken und aktivieren. Dazu gehören auch die Zellen des Bindegewebes, so genannte Fibroblasten Fibroblasten
Diese sehr jungen Zellen sind an der Bildung des Bindegewebes beteiligt (das heißt am Aufbau der Zwischen-Zell-Substanz in Form von Bindegewebsfasern sowie an der Bildung einer Grund- und Kittsubstanz). Nach Beendigung dieser Tätigkeit entwickeln sich die Fibroblasten dann zu so genannten Fibrozyten, was dem normalen Alterungsprozess entspricht.
, die neue Bindegewebsfasern bilden. Hierdurch werden die Lungenbläschen (Alveolen) zerstört und durch Bindegewebe ersetzt. Da der anorganische Staub weder ausgeschieden noch abgebaut werden kann, wird der Umbau-Prozess des Lungengewebes (Fibrosierung) nicht gestoppt, sondern schreitet ungehindert voran - es entwickelt sich eine fortschreitende (progrediente) Lungenfibrose.
Die Silikose (Quarzstaublungenerkrankung) wird durch Staubpartikel verursacht, die kristallines Siliziumdioxid (SiO2 = Kieselsäure) enthalten. Der fibrosierende Prozess ist anfänglich nur auf die unmittelbare Nachbarschaft der quarzhaltigen Staubablagerungen beschränkt, so dass sich im dortigen Gewebe typischerweise zunächst kleine, zellfreie, so genannte silikotische Knötchen entwickeln. Im weiteren Verlauf nehmen diese Knötchen dann an Größe zu und können auch miteinander verschmelzen.
Die Asbestose, auch Asbeststaublungenerkrankung genannt, ist eine Pneumokoniose, die durch Ablagerung von Asbestfasern im Lungengewebe verursacht wird. Asbest (griechisch asbestos: unzerstörbar, unvergänglich) ist ein Oberbegriff für verschiedene, natürlich vorkommende, faserförmige Silikate. Weltweit am weitesten verbreitet ist der Blauasbest (Chrysotil), der zur Gruppe der Serpentinasbeste gehört.
Da Asbestfasern in ihrer Länge den Durchmesser von Alveolarmakrophagen übertreffen, können mehrere Fresszellen in den Abbau-Prozess einer Faser einbezogen sein. Bei der Asbeststaub- Lungenfibrose kommt es zu einer Vermehrung von Bindegewebsfasern zwischen benachbarten Lungenbläschen (diffuse Fibrosierung der Alveolarsepten) mit Umbau des Lungengewebes. Ein solcher Befund ist häufig von anderen Formen einer Lungenfibrose lichtmikroskopisch nicht zu unterscheiden. Ein wichtiger Hinweis auf eine asbestbedingte Verursachung ist jedoch der Nachweis von so genannten Asbestkörperchen Asbestkörperchen
Das sind stabförmige, bräunliche Gebilde (bis 5 Mikrometer Länge) im Lungengewebe mit einer zentralen Staubfaser und kolbenförmigen Auftreibungen, die von einem Hämosiderin- (d.h. Eisen-) haltigen Pro¬teinmantel herrühren. Da solche Asbestkörperchen allerdings nicht nur für Asbest spezifisch sind, sondern ebenfalls in Verbindung mit anderen faserförmigen Staubkristallen auftreten können, hat sich der Oberbegriff „ferruginous bodies“ (eisenhaltige Körperchen) durchgesetzt. Zum Asbestnachweis sind mineralogische Staubanalysen erforderlich.
Mineralogische Staubanalysen dienen zur genauen Abklärung des im Lungengewebe abgelagerten anorganischen Staubmaterials. Diese Untersuchungsmethode liefert einen wesentlichen Beitrag zur sozial- und versicherungsrechtlichen Beurteilung von Pneumokoniosen (zum Beispiel Silikose, Asbestose, asbestinduzierte Karzinome, Mesotheliom etc.). In einigen Fällen kann erst die Durchführung einer Staubanalyse überhaupt den Nachweis einer durch Stäube verursachten Lungenerkrankung erbringen. Die Untersuchungen können quantitativ erfolgen - an Lungenabschnitten, die operativ entfernt wurden (Lungenresektaten) oder an Gewebsproben, die der Lunge entnommen wurden (chirurgische Lungenbiopsien) - oder aber qualitativ an Biopsiematerial, das über die Bronchien gewonnen wurde (das heißt ihrem Verlauf folgend, transbronchial) bzw. nach einer Lungenspülung (in bronchio-alveolären Lavagen = BAL).
Staub
Neuer Abschnitt
Für das menschliche Auge ist Staub kaum sichtbar. Dennoch haben die feinen Partikel eine große Wirkung: In ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen sorgen sie dafür, dass zeitweise der Luftverkehr in Europa zum Erliegen kommt, Menschen mit schweren Lungenerkrankungen zu kämpfen haben – und sich der Himmel abends rötlich verfärbt.
Neuer Abschnitt
Staub ist nicht gleich Staub
Als Staub werden kleinste Partikel bezeichnet, die in der Luft schweben - deshalb werden sie auch Schwebstäube genannt. Sind die Staubkörnchen größer als zehn Mikrometer (0,01 Millimeter), werden sie zur Klasse der Grobstäube gezählt. Sind sie kleiner als zehn Mikrometer, gehören sie zur Klasse der Feinstäube. Dieser wiederum teilt sich in verschiedene Gruppen auf: Ist er 2,5 bis 10 Mikrometer groß, gehört er zur sogenannten Grobfraktion. Bei einer Größe von 0,1 bis 2,5 Mikrometer spricht man von der "Feinfraktion", bei einem Durchmesser kleiner als 0,1 Mikrometer von "ultrafeinen Partikeln". Aber es gibt noch winzigere Stäube: Wenn Teilchen kleiner als ein Millionstel Millimeter sind, ist die Rede von Nanopartikeln - denn ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter oder einem Milliardstel Meter.
Sandstürme sind natürliche Staubquellen
Staub setzt sich aus organischem oder anorganischem Material zusammen. Zu den organischen Stoffen werden Bakterien, Pollen und Sporen gezählt, zu den anorganischen gehören Gesteins- und Mineralstäube. Zu dieser Unterteilung kommen weitere hinzu: Rührt der Staub durch Naturphänomene wie beispielsweise Vulkanismus, Bodenerosion oder Sandstürme her, spricht man von natürlichen Staubquellen. Stammt der Staub jedoch aus nicht natürlichen, sondern aus durch den Menschen verursachten Prozessen wie Verkehr, Landwirtschaft oder durch den Betrieb von Kraftwerken, dann handelt es sich um anthropogene Staubquellen. Experten schätzen, dass der natürliche Staub 80 bis 90 Prozent der weltweiten Staubproduktion ausmacht.
Positive und negative Auswirkungen
Staub kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Zum einen beruht beispielsweise die rötliche Färbung des Abendhimmels auf dem Vorkommen von Staubpartikeln in der Atmosphäre: Sie sind verantwortlich dafür, dass hauptsichtlich rote Lichtanteile bis zur Erde vordringen. Auch sind sich Wissenschaftler darin einig, dass Staub über Tausende von Kilometern über die Erde geweht wird und auf anderen Kontinenten für die notwendige Düngung durch mit ihm transportierte Mineralien sorgt.
Vulkanstaub kann die Luftfahrt lahmlegen
Zum anderen jedoch geht von Staubpartikeln auch eine Gefahr aus: In trockenen Regionen kann Staub verstärkt zur Wüstenbildung beitragen. Vulkanasche wiederum, deren kleinere Partikel auch als Vulkanstaub bezeichnet werden, gilt als Gefahr, da sie Triebwerke und Sensoren von Flugzeugen beeinträchtigen kann. 2010 führte der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjalla dazu, dass wochenlang der europäische Luftverkehr zum Erliegen kam. Besonders gefährlich jedoch ist der radioaktive Staub, der bei den Atomreaktorkatastrophen in Tschernobyl im Jahr 1986 und 25 Jahre später in Fukushima über Tausende von Kilometern durch die Luft wirbelte: Er kann zu schweren Erkrankungen wie Krebs oder gar zum Tod führen.
Gefahr für die Lunge
Aber auch ohne spektakuläre Ereignisse wie Vulkanausbrüche oder Atomunfälle kann Staub Gesundheitsgefährdungen verursachen: Allergien - beispielsweise gegen die Hausstaubmilbe- werden durch das Einatmen der Allergene, die über die feinen Partikel transportiert werden, ausgelöst. Stäube können auch schwerwiegende Lungenerkrankungen hervorrufen: Das Inhalieren von quarzhaltigem Staub, der beispielsweise im Bergbau vorkommt, kann Silikose hervorrufen. Die eingeatmeten Partikel setzen sich in den Lungenbläschen ab, das Gewebe wird zerstört und damit die Funktion des lebenswichtigen Organs beeinträchtigt.
Asbest - Ein Mineral, das krank macht | 04:44 Min.
Die Krankheit Asbestose wiederum wird durch das Einatmen von Asbeststäuben hervorgerufen. Sie weist ähnliche Symptome wie die Silikose auf und kann zu einer Krebserkrankung der Lunge führen. Asbest wurde noch bis 1993 in Form winziger Mineralfasern in feuerfesten Baustoffen verwendet, seither ist Asbest in Deutschland verboten, 2005 folgte ein EU-weites Verbot.
In den vergangenen Jahren ist der Feinstaub in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt: Da die feinen Partikel ungehindert bis in die Lungenbläschen vordringen und dort schlimmstenfalls Krebs verursachen können, wurden in der Europäischen Union ab 2005 strenge Grenzwerte eingeführt. Sie sollen die Mitgliedsstaaten dazu zwingen, die Feinstaubbelastung beispielsweise durch Fahrzeugmotoren zu reduzieren.
Systematische Erforschung
Erst das Mikroskop machte Staub sichtbar
Staub ist für das menschliche Auge meist kaum sichtbar. Mit der Erfindung des Mikroskops rückten die feinen Partikel im 17. und 18. Jahrhundert in den Fokus der Wissenschaftler. Der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz beispielsweise schrieb hocherfreut: "Eine jedwede Portion der Materie kann als ein Garten voller Pflanzen und Bäume und als ein Teich voller Fische concipieret werden." Die systematische Erforschung des Staubes mit dem Mikroskop begann jedoch erst im 19. Jahrhundert, als der Mikroskop-Experte Christian Gottfried Ehrenberg Staubproben aus aller Welt analysierte. Damals entdeckte er im luftgetragenen Staub "einen fliegenden Zoo von Lebewesen, Keimen und Pollen", wie es der deutsche Wissenschaftler Dr. Jens Soentgen im Jahr 2005 formulierte.
Erklärung der Vergangenheit
Der britische Physiker John Tyndall bemerkte ebenfalls im 19. Jahrhundert, dass Staub auch Krankheiten hervorrufen kann. Daraufhin erfand er Filtergeräte, die in Kliniken eingesetzt wurden. Schließlich kam in den 1980er Jahren das von Heinrich Rohrer und Gerd Binnig konstruierte Rastertunnelmikroskop zum Einsatz, das sogar die Oberfläche von Nanopartikeln visuell darstellt. Diese Erfindung gilt als Voraussetzung dafür, dass winzige Teilchen durch neue Verfahren in den Nanotechnologien sogar verändert werden können.
Andere technologische Möglichkeiten wiederum liefern Erklärungen für die Vergangenheit: Sternenstaub führt Planetologen auf die Spur der Entstehung des Weltalls, Kriminalisten entschlüsseln aufgrund kleinster Stäube das Geschehen am Tatort und Pollenexperten können längst vergangene Landschaften durch fossile Partikel rekonstruieren.
Staub fliegt immer in der Luft herum
Wenn eine dicke Staubschicht auf eurem Regal liegt, dann habt ihr dort wahrscheinlich schon länger nicht mehr gewischt. Aber selbst, wenn alles sauber geputzt ist, gibt es in der Wohnung jede Menge Staub. Den sieht man nämlich nicht unbedingt. Manche Staubteilchen sind sehr klein und schweben für uns nicht sichtbar überall in der Luft herum.
Staub nennt man alle kleinen Teilchen, die sich in der Luft befinden und die nicht wie zum Beispiel Sauerstoff gasförmig sind. Man unterscheidet zwischen grobem Staub und Feinstaub. Von Feinstaub spricht man, wenn die Teilchen kleiner sind als 2,5 Mikrometer. Das sind 0,0025 Millimeter, also um ein Vielfaches kleiner als der kleinste Abstand auf deinem Lineal. Der besteht zum Beispiel aus Ruß von Autoabgasen. Wenn der Mensch ihn einatmet, ist das nicht gesund, weil er so fein ist, dass er in die Lunge geraten kann.
Bevor es Mikroskope gab, wussten die Menschen gar nicht, dass es solche kleinen Staubteilchen in der Luft gibt. Die Wissenschaftler staunten, als sie zum ersten Mal sahen, dass in der Luft kleine Lebewesen, Keime und Pollen herumfliegen. Wenn ihr euch den Staub auf eurem Regal einmal unter dem Mikroskop ansehen würdet, dann würdet ihr dort neben größeren Teilchen wie zum Beispiel Fusseln von eurer Kleidung und Haaren auch Hautschüppchen finden. Da sich die Hautzellen ständig erneuern, werden alte Zellen vom Körper abgestoßen und landen dann auf dem Boden – pro Tag etwa ein Gramm pro Mensch. Was sich alles im Hausstaub befindet, hängt sehr davon ab, wo man lebt und was sich alles in der Umgebung befindet.
Eine Hausstaubmilbe (Foto: thinkstock)
Hausstaubmilben
Von Hornmilben habt ihr vielleicht schon beim Thema „Waldboden“ gelesen. Hausstaubmilben sind ebenfalls kleine Spinnentierchen, aber sie können fast nur in Häusern überleben und sie fressen die Hautschuppen aus dem Hausstaub. Eigentlich sind sie völlig harmlos. Manche Menschen reagieren aber allergisch auf ihren Kot. Sie bekommen davon juckende Augen und eine verstopfte Nase.
Viele Pflanzen bilden Blütenstaub aus. Der wird auch Pollen genannt. Er fliegt durch die Luft oder wird von Insekten oder Vögeln von Blüte zu Blüte getragen. Landet der Pollen einer Pflanze auf der Blüte einer anderen Pflanze, wird diese befruchtet. Dann kann sich ein Samen ausbilden, aus dem wieder eine neue Pflanze wachsen kann. Aber längst nicht alle Pollen landen auch tatsächlich wieder auf den Pflanzen, zu denen sie gehören. Viele gehen unterwegs verloren – oder werden in dein Zimmer geweht.
Sand, Vulkanasche und Sternenstaub
Es ist kaum zu glauben, aber im Staub deines Zimmers kann sich sogar Wüstensand aus der Sahara befinden. Weil der so fein ist und in großen Mengen vorhanden, kann er vom Wind von Nordafrika aus über tausende Kilometer weit weggeweht werden – auch bis zu uns nach Deutschland. Das passiert etwa 5-15 Mal im Jahr, je nachdem, von woher der Wind weht. Sogar die Asche von Vulkanen, die ganz woanders auf der Welt ausgebrochen sind, kann sich im Staub befinden. Von noch weiter her kommt der Sternenstaub, der aus dem All kommt und sich auch mit dem Staub auf der Erde mischt. Er besteht aus winzigen Bruchstücken von Monden, Asteroiden oder Kometen. Auch du bist damit schon einmal in Berührung gekommen. Pro Tag fallen etwa 40 Tonnen kosmischer Staub auf die Erde. Das ist etwa so viel, wie 10 große Elefanten wiegen.
Zwei Experimente
Staub sehen: Wenn du mit einer Taschenlampe schräg nach oben in die Luft leuchtest, werden viele kleine Staubteilchen sichtbar, die du sonst nicht sehen kannst.
Staub hören: Du kannst Staub auch hörbar machen. Dafür hältst du dir einen aufgeblasenen Luftballon ans Ohr und lässt etwas Hausstaub darauf rieseln. Durch die Luft im Ballon wird das Geräusch, das der Staub macht, viel lauter und du kannst es hören.
Von Jasmin Krsteski
Kinderreporter
Sechs Kinderreporter sind für euch in Köln und der Region unterwegs.
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